Dienstag, 12. März 2013

Tot ziens



Lieber Tagesbuch, 

irgendwann im letzten Jahr habe ich angefangen diesen Blog zu schreiben, nachdem Daniela mich immer wieder ermuntert hat, zu bloggen. Als Apothekerin kennt sie sich ja bestens mit Bloggern aus. Wer hier irgendwelche literarischen Meisterleistungen erwartet hat, der wurde enttäuscht, aber das macht nichts, denn mir hat das Schreiben Spaß gemacht und ich hätte nicht gedacht wie schnell es gehen würde aus einem Gedanken eine Geschichte zu formen und ich war teilweise selber überrascht, welche Wendungen meine Geschichten nahmen. Meistens schloss sich der Kreis am Ende wieder und es fanden sich immer mal wieder parallele Linien, die ich zuerst gar nicht gesehen hatte. Manchmal verwischten Fantasie und Wirklichkeit und ganz oft war auf einmal nur noch meine Fantasie im Spiel.
Und da ich nicht ganz alleine durch das Leben gehe, wo ich im Grunde genommen auch ganz glücklich drüber bin, kamen in meinen Geschichten auch Menschen vor, mit denen ich die ein oder andere Sache erlebt habe. Gerade da habe ich auch meiner Fantasie freien Lauf gelassen und Charaktere  deutlich überspitzt dargestellt und Dinge geschrieben, die nicht immer den Tatsachen entsprachen. Das habe ich gemacht, weil das einfach wunderbar in die Geschichte passte, weil ich es witzig und originell fand und auf keinen Fall um die betreffenden Personen bloß zu stellen oder gar in irgendwelche Schwierigkeiten zu bringen, weil hier Sachverhalte halt frei erfunden sind und meine Fantasie meistens regierte.
Im Normalfall habe ich für einen Blogeintrag meine Mittagspause gebraucht, das heißt zwischen 15 und 30 Minuten und mehr Zeit habe ich dafür auch nicht. Um political correctness zu gewährleisten, würde sich der Zeitaufwand um ein Vielfaches erhöhen. Ich müsste mich bei den betreffenden Personen rückversichern, ob das so OK ist oder ob die ein oder andere Änderung erwünscht ist. Erstens habe ich die Zeit dafür nicht und zweitens würde das zu Lasten des Spaßfaktors gehen.

Und wie sag ich immer so schön?

Ohne Spaß im Glas, brauch ich erst gar nicht trinken.



ENDE

Dienstag, 19. Februar 2013

Mütze & Mütze






Lieber Tagesbuch,
  
hab ich dir eigentlich schon erzählt, dass der Papst zurücktritt? Eigentlich geht das nicht, aber das ist genauso wie mit dem Zölibat bei katholischen Priestern, voll bescheuert. Zölibat kommt ja aus dem Lateinischen und bedeutet alleine leben, also  der katholische Priester darf nicht in einer ehelichen Gemeinschaft leben. OK lieber Tagesbuch, wenn du mal verheiratet warst, dann denkst du dir sicher, dass das mit dem Zölibat nicht unbedingt das Schlechteste sein muss, denn auch ohne verheiratet zu sein kann man seinen Spaß haben und manchmal sogar mehr. Aber ich sag ja immer, dass jede Regel auch wieder endet und manche Regel sieht auf den ersten Blick schlimmer aus als sie am Ende ist und ganz oft gibt es auch Ausnahmen in der Regel. Ich will dir damit nur sagen, dass es auch ganz viele glückliche Ehen gibt, wobei jeder ja Glück anders definiert, aber da gibt es ja ein berühmtes Märchen, welches Mütze im Glück heißt und da wird erzählt, wie einer auszog und sein Glück fand und am Ende immer den Tisch deckte, voll bescheuert.
Aber zurück zum Zölibat lieber Tagesbuch. Und was auf den ersten Blick noch nicht so schlimm aussieht, das ist bei näherer Betrachtungsweise nicht mehr so schön, wie es von Weitem ausschaut. Die machen in der römisch katholischen Kirche, wie in jedem Verein, immer wieder Versammlungen, bei denen Dinge beschlossen und Satzungen geändert werden und wo der Kassierer entlastet wird und so weiter, also wie auf der Jahreshauptversammlung unseres Fußballvereines. Nur mit dem Unterschied, dass bei deren Versammlung kein Bier , sondern Wein getrunken wird. Ja und in so einer spaßigen Weinlaune beschlossen dann die Kirchenvertreter das Zölibat zu verschärfen. Die Versammlung fand am Mittelmeer in Nizza statt und ist bekannt unter dem Namen das fünfte Konzil von Nizza, nicht zu verwechseln mit dem fünften Rad am Wagen. Zu deinem besseren Verständnis muss ich dir noch sagen, dass die Teilnehmer alles Herren im hohen Alter waren, das heißt ab siebzig Jahre aufwärts und in dem Alter hat man früher einen Schlussstrich unter die sexuellen Aktivitäten gezogen. Der Begriff Schlussstrich stammt auch aus dieser Zeit, denn auf dem Konzil in Nizza war auch der Bischof von Simmern im Hunsrück anwesend und der sagte Folgendes: „ Wenn wir nicht in einer ehelichen Gemeinschaft zusammen leben dürfen und da wir ja sowieso auch keine Lust mehr auf Lust haben, sollten wir auch Schluss mit auf dem Strich gehen machen, also quasi einen Schlussstrich unter jegliche sexuelle Aktivitäten ziehen.“  Tja und von dem Tag an mussten alle katholischen Würdenträger wie Priester, Bischöfe usw. sexuell enthaltsam leben. Lieber Tagesbuch du weißt selber, dass man durchaus mal ein oder zwei Tage auf solche Dinge verzichten kann, aber spätestens am dritten Tag wird es kritisch, voll bescheuert. Und das merkten auch die Glaubensbrüder und Sie entsannen sich darauf, dass es für solche Zwecke die Beichte gibt. Die Beichte ist das mündliche Eingeständnis einer schuldhaften Verfehlung, gewöhnlich während eines Gesprächs unter vier Augen mit einem so genannten Beichtvater, der auch Mitglied in dem Verein ist. Du musst dir das wie ein Gespräch unter guten Freunden vorstellen. Am Ende geht es dir besser und du weißt, dass dein Freund auch schon mal so was gemacht hat und du fühlst dich erleichtert.
Die parallele Line zum Rücktritt des Papstes ist, dass es auch beim Rücktritt von seinem Amt eine Ausnahme gibt und diese Ausnahme tritt jetzt ein, also quasi mit dem Rücktritt tritt die Ausnahme ein, voll bescheuert. Jetzt wird da also ein Posten frei in Rom und wie du ja weißt, werde ich am Donnerstag, den 21. Februar nach Rom fliegen und jetzt könntest du denken, dass ich mich dort vorstellen werde, aber da liegst du mit deiner Vermutung falsch. Erstens habe ich es nicht so mit dem Zölibat, aber das sehen die Herren ja mittlerweile nicht mehr ganz so eng, aber zweitens fehlt mir die Zeit, also für die ständige Beichterei, voll bescheuert.
Du fragst dich sicherlich, was ich denn dann in Rom mache, wenn ich mich nicht auf die frei gewordene Stelle bewerbe, lieber Tagesbuch. Also, wir fliegen nach Rom, um unseren Fußballverein, Borussia Mönchengladbach im Europa League Spiel bei Lazio Rom zu unterstützen. Die anderen drei kennst du auch schon.
Olli oder auch Bruce Willis, bekannt aus den Reisen nach Kiew und Marseille und natürlich auch aus vielen anderen Actionfilmen. Ohne ihn hast du zwar keine Schwierigkeiten, aber auch nur halb so viel Spaß.
Franky aus dem trostlosen Troisdorf, ein Gladbach Fan und zweifacher Familienvater von zwei Kleinkindern und er nutzt solche Auswärtsfahrten gerne, um sich eine kurze Auszeit zu nehmen und vor allen Dingen, um sich endlich mal wieder auszuschlafen.
Simone aus Helenabrunn und wenn du Helenabrunn kennen würdest, dann würdest du verstehen, warum Simone mitfährt. Man munkelt, dass sie letzte Woche beim Hinspiel in Gladbach einen Italiener kennengelernt hat und nun dem Ruf des  Maschilistas folgt. Aber wenn du Simone kennen würdest, dann wüsstest du, dass das wahrscheinlich nur Gerüchte sind, denn wenn sie wirklich einen italienischen Eros Ramazotti Verschnitt kennengelernt hätte, dann würde sie nicht erst übermorgen nach Italien fliegen. Und wenn andere Leute Ramazotti trinken, dann vernascht Simone viel lieber einen Ramazotti, voll bescheuert.


bis neulich oder Ciao
Mütze

Mittwoch, 6. Februar 2013

Mütze gegen Sexismus










Lieber Tagesbuch, 

  
im Moment kannst du den Fernseher nicht mehr einschalten, ohne dass du eine Talkrunde zum Thema Sexismus siehst. Ob  Jauch, Maischberger, Illner und wie sie alle heißen, überall werden mehr oder weniger kompotente Leute eingeladen und erzählen Dinge, die man sowieso schon weiß, voll bescheuert. Ich hab mir keine dieser Sendungen richtig angeschaut lieber Tagesbuch, Ok, eine Sendung habe ich geschaut und zwar war das die Diskussionsrunde bei der Maybrett Illner. Ich glaub die heißt erst seit ihrer Teenagerzeit Maybrett. Eigentlich lautet ihr bürgerlicher Name ja Britt Illner, aber in der Oberstufe in Bamberg da hieß es immer  „Ja may, die ist ja flach wie ein Brett.“ Und seitdem heißt sie überall nur noch Maybrett, voll bescheuert.
Ich hab die Sendung auch nur geschaut, weil da die Thomalla zu Gast war. Es gibt ja mehrere Thomallas und in der Sendung war halt eine von denen eingeladen und die hatte einen Rock an, der eigentlich nur ein etwas breiterer Gürtel war. Schuhe, mit einem Absatz, wie ich sie bisher nur in Kiew gesehen hatte und ihre Brüste schienen sich in ihrem Oberteil nicht wirklich wohl zu fühlen, denn sei machten den Eindruck, als ob sie sich aus dem zu engen Oberteil befreien wollten. Wenn das die Brüder von der FDP gesehen hätten, da hätten die sich so gefühlt, als ob die in einem Haus voller Freude gewesen wären.
In der Sendung war außerdem noch die rote Claudia, die Bundesvorsitzende der Grünen ist, zu Gast, die auch schon mal ein Dirndl anhatte, aber noch nie eine anzügliche Bemerkung vernommen hat. Den Grund, warum das so ist, den könnte ich dir jetzt nennen, lieber Tagesbuch, aber bevor du nachher sagst, ich sei auch so ein Brüderle, schweig ich lieber und überlasse es dir selber, dir ein Urteil zu bilden. Am Niederrhein sagt man ja immer: „ Schweigen ist goldig.“
Dann war da noch der Wolfgang Kubicki von der FDP dabei und der ist ja eher ein zurückhaltender Vertreter des männlichen Geschlechts. Bekannt wurde Kubicki durch die folgende Aussage: „ Man kann die FDP mit einer Frau vergleichen. Stimmt das Geld, bekommst du von Ihnen fast alles.“
Offiziell steht FDP für Freie Demokratische Partei, aber inoffiziell munkelt man  dass das für Faunisch Despektierlich Promiskuitiv steht, aber dafür gibt es keinerlei Belege in der Parteigeschichte und auch ich glaube, dass das lediglich ein Gerücht von einer Reporterin von einem anderen Stern ist, voll bescheuert.
Unter Sexismus versteht man ja  eine diskriminierende Verhaltensweise gegenüber einer Person des anderen Geschlechts.  Hört sich jetzt voll wissenschaftlich an lieber Tagesbuch und das, obwohl ich mir diese Definition gerade ausgedacht habe. Zugegebenermaßen ist das eine vereinfachte Formel eines wesentlich komplexeren Sachverhaltes, der so komplex und vielschichtig ist, dass die wenigsten Leute unterscheiden können, ob es sich um Sexismus oder einfach nur um lüsterne Geilheit handelt. Das kannst du mit Europa vergleichen, wo es mittlerweile auch keine Grenzen mehr gibt und wo ich manchmal nicht weiß, ob ich noch in Deutschland oder schon in Holland bin, voll bescheuert. Ich persönlich finde das jetzt nicht so schlimm, also Sexismus schon, aber das mit dem Lüsternen ist doch eine ganz natürlich Sache.
Ja ich hab dann nach der Vorstellungsrunde ausgestellt, denn im Grunde genommen ähneln sich alle Talkrunden zu dem Thema sehr und wenn die Gesprächsteilnehmer vorgestellt wurden, kann man getrost ausstellen, denn wie sagt man am Niederrhein so schön? „Kennst du Eine, kennst du Alle.“



bis neulich
Mütze

Mittwoch, 23. Januar 2013

Mütze und Olli auf Tour Teil 2




Lieber Tagesbuch,

hab ich dir eigentlich schon mal erklärt, welche Logik hinter der Nummerierung der Autobahnen steckt? Also jede Autobahn hat eine Nummer und auf manchen Autobahnparkplätzen kannst du sogar eine Nummer machen, aber das ist eine andere Geschichte. Wenn die Autobahn von Norden nach Süden geht oder umgekehrt, dann ist hinter dem A, welches für Autobahn steht, eine ungerade Nummer und wenn die Autobahn von Westen nach Osten oder umgekehrt geht, dann ist hinter dem A eine gerade Nummer. Da wir ja nach Sinsheim wollten und Sinsheim von Erkrath aus im Süden ist, wählten wir die A3 und das war auch  der Vorschlag, den Uschi uns machte. Zufälligerweise ist die A3 auch größtenteils dreispurig, was aber nichts mit der Nummerierung zu tun hat. Auf Autobahnen gelten ganz  klare Regeln und ich versuche mich immer an die Regeln zu halten. Wenn du das genau wissen möchtest, dann empfehle ich dir §18  der Straßenverkehrsordnung. Im Absatz 25, der umgangssprachlich auch der FFF Absatz heißt, ist geregelt, dass Fahranfänger, Frauen und Fremde stets auf der rechten Spur zu fahren haben. Mit Fremden sind Fahrzeugführer gemeint, deren Fahrzeug nicht in Deutschland zugelassen ist und am meisten triffst du auf Autobahnen meine Nachbarn aus Holland an. In Holland darf man sowieso nur höchstens 120 km/h auf Autobahnen fahren und wenn sie dann in Deutschland unterwegs sind und zehn bis 20 Prozent schneller fahren als in Holland, dann sind die voll zufrieden. Bei Fahranfängern und Frauen gibt es eine Ausnahmeregel. Falls sich ein erwachsener, männlicher Führerscheininhaber, der mindestens eine fünfjährige Fahrpraxis vorweisen kann, im Auto befindet, dann dürfen bei einer dreispurigen Autobahn sowohl Fahranfänger als auch Frauen die mittlere Spur benutzen. Für die Benutzung der linken Spur gilt in Deutschland eine Mindestgeschwindigkeit von 200 km/h. Du siehst lieber Tagesbuch, dass für mich die linke Fahrspur wie gemacht ist. Wenn du den Olli kennen würdest, dann wüsstest du, dass er ein sehr ruhiger introvertierter Mensch ist. Und wenn zwei so ruhige Menschen gemeinsam unterwegs sind, dann könnte man glatt eine Neuverfilmung von Das Schweigen der Lämmer drehen, voll bescheuert. Dazu passend lief im Hintergrund die ganze Fahrt Musik von den  Toten Hosen.
Wenigstens musste Olli nicht ständig auf Toilette, wie ich das von Marita gewohnt bin, die ja alle fünfzig Kilometer aus diesem Grund eine Raststätte anfahren möchte. Aber Olli ist ja leidenschaftlicher Raucher und wollte stattdessen die ein oder andere Zigarettenpause einlegen. Wir hatten auf jeden Fall endlich ein Gesprächsthema und diskutierten angeregt über die Anzahl der möglichen Rauchpausen und ich hatte den Eindruck, dass Olli durch die Diskussion vergaß, worüber wir eigentlich diskutierten, voll bescheuert. Irgendwann gab ich Ollis Drängen und Bitten nach und fuhr eine Raststätte an und nach einer Zigarette kauften wir uns noch jeder ein Snickers und Olli kaufte sich noch zusätzlich ein Bifi und eine leichte Cola und er wollte sich sogar noch eine total bescheuerte Norwegermütze kaufen, was ich ihm aber zum Glück noch ausreden konnte. Wir setzten unsere Fahrt fort und im Taunus fuhren alle Autos, bis auf zwei Ausnahmen, recht langsam und ausnahmslos auf der rechten Spur. Eine Ausnahme waren wir, die mit 210 km/h auf der linken Spur fuhren und die andere Ausnahme war ein Streufahrzeug, welches auf einmal in unserem Blickfeld auf der linken Spur auftauchte. Das Streufahrzeug fuhr genauso langsam wie die Fahrzeuge auf der rechten Spur und hätte eigentlich auch ganz rechts fahren können, aber zum Glück war die mittlere Spur frei, so dass ich ohne Probleme das Streufahrzeug überholen konnte.
Als wir nach zwei Stunden und zwanzig Minuten die Autobahn bei Sinsheim verließen, fuhren wir direkt am Fußballstadion vorbei. Da Olli ja auch ein Facebooker ist, musste ich besonders langsam fahren, damit er ein Foto vom Stadion machen konnte und dieses hat er dann unmittelbar bei Facebook veröffentlicht, voll bescheuert. Warum man so etwas macht, kann ich dir auch nicht erklären lieber Tagesbuch, aber das machen halt alle so sagt Olli Ich denke mir dann immer, dass ich zum Glück nicht alle bin und manche meinen ja auch, dass ich sie nicht alle habe. Ich hab dir ja erzählt, dass ich zu Testzwecken auch mal ein einjähriges Facebookpraktikum absolviert habe und siebzig oder achtzig Freunde hatte und auch ab und an etwas geschrieben und Bilder veröffentlicht habe und so weiter und so fort. Irgendwie hat dort fast jeder mindestens 500 Freunde und ich glaube, dass die meisten schon recht viel Zeit dort verbringen, aber im Gegenzug bekommen sie ja auch ganz viele „Likes“ und immer mehr Freunde und immer mehr Anerkennung und immer weniger Zeit. Wie gesagt, ich könnte da einen ganzen Roman drüber schreiben lieber Tagesbuch, aber das wäre dann heute am Thema vorbei geschrieben und würde Note sechs bedeuten. Ich verbringe lieber die Zeit mit meinen Freunden Bekannten und mit meiner Familie und selbst das ist nicht so einfach unter eine Mütze zu bekommen. Eine Sache muss ich dir aber noch ganz im Vertrauen erzählen, lieber Tagesbuch. Für den Fall, dass ich mal das Verlangen nach Selbstbestätigung oder virtueller Unterhaltung habe oder einfach nicht weiß, wie ich meine Zeit verbringen soll, habe ich mir mein eigenes kleines Programm geschrieben. In Anlehnung an Facebook habe ich das Programm Mützenbook genannt und dort gibt es zig tausend Dummyuser, die per Zufallsgenerator miteinander befreundet sind, Freundschaftsanfragen stellen und Dinge posten oder liken. Das musst du dir in etwa so vorstellen. Ich stell da zum Beispiel ein neues Bild von mir rein und innerhalb kürzester Zeit wird das Bild geliked und manchmal gefällt selbst der Userin Michelle Hunziker mein Bild, voll bescheuert. Aber das ist eine andere Geschichte und vielleicht erzähl ich dir demnächst mal etwas mehr über Mützenbook.
Jetzt bin ich ausnahmsweise doch mal etwas abgeschweift, aber auf jeden Fall bin ich bis zu unserer Ankunft in dem Dorf gekommen. Einmal das Gaspedal durchgedrückt und schon bist du wieder aus dem Dorf raus, voll bescheuert. Wir parkten das Auto vor der Dorfgaststätte mit dem mystischen Namen Brauhaus Jupiter. Das war ein Geheimtipp von einem Freund von Mützenbook und wie sich noch im weiteren Verlauf des Tages heraus stellen sollte, war das ein sehr guter Tipp.

 




bis neulich
Mütze

Dienstag, 22. Januar 2013

Mütze und Olli auf Tour Teil 1



Lieber Tagesbuch,

ich hab dir ja noch gar nicht erzählt, dass ich ein neues Auto habe. Ich hab ja die letzten Jahre ein Mützenmobil der Marke Opel gefahren und der Opel hieß Insignia. Das ist eigentlich ein blöder Name, aber Namen sind ja bekanntermaßen schallender Rauch. In den letzten Jahren hat er mir stets gute Dienste geleistet, aber das ist ja auch ganz logisch, weil es ja ein Dienstwagen war, voll bescheuert. Nach drei Jahren hat der Opel nicht mehr so gewollt wie ich wollte und jetzt wirst du sicherlich sagen, dass das doch so wie in jeder Beziehung ist, aber das kannst  du nicht mit Rücken oder Kopfweh oder sonstigen periodischen Wehwehchen vergleichen. Gut, der Opel musste jeden Tag ran und das war dem offensichtlich zu viel, so dass er Probleme mit der Elektronik und mit der Motorik bekam und jetzt frage mich nicht, ob das eher grob- oder feinmotorische Störungen waren, denn das ist eine der vielen Fragen, auf die ich keine Antwort habe. Zu guter Letzt war der Opel öfter in der Werkstatt als bei mir und ich hatte fast jede Woche einen neuen Leihwagen, so dass man schon dachte ich wäre nebenberuflich Testfahrer für Leihwagen von Opel geworden, voll bescheuert. Irgendwann musst du dann mal eine Entscheidung treffen, ob du mit den Macken leben kannst oder nicht und wenn nicht, dann trennt man sich halt von seinem Auto und lässt sich scheiden und daher kommt ja auch der Name Entscheidung. Ich habe mir das nicht so einfach gemacht, wie sich das jetzt liest, lieber Tagesbuch, denn ich habe es immer wieder versucht, aber am Ende konnte ich mich auf mein Auto nicht mehr verlassen, so dass ich halt mein Auto verlassen musste.  Im Dezember habe ich dann mein neues Fahrzeug bekommen und zwar einen besseren Mittelklasse Wagen, kurz einen BMW.
Aber eigentlich spielt das auch gar keine Rolle, ob ich einen Opel oder einen BMW habe, denn ich wollte dir ja nur kurz erzählen, dass ich am letzten Samstag nach Sinsheim gefahren bin. Jetzt fragst du dich sicher, warum man überhaupt nach Sinsheim fährt, in einen Ort mit knapp über 35.000 Einwohnern. Und eigentlich hat Sinsheim ja nur knapp über zehntausend Einwohner, aber die haben noch 12 weitere Orte eingemeindet und kommen so auf die stattliche Einwohnerzahl von wahrscheinlich in zwischen 34.890 Einwohner. Ja und jetzt mache ich den Kreis wieder rund lieber Tagesbuch. Eine dieser Gemeinden ist nämlich Hoffenheim und die haben auch eine Fußball-mannschaft, die in der 1. Fußballbundesliga spielt. Hoffenheim hat 3.333 Einwohner und fast genauso viele Nutztiere wie Kühe, Schweine und Hühner. Da Hoffenheim nur ein ganz kleines Fußballstadion hat, welches sicherlich für die eigenen Fans ausreichen würde, aber für die Gästefans zu klein ist, nutzen die Hoffenheimer das Sinsheimer Fußballstadion.
Ach ja, ich bin nicht auf dem direkten Weg nach Sinsheim gefahren, weil ich vorher noch den Olli aus Erkrath  abholen musste. Bevor du jetzt fragst, warum ich den denn in Erkrath abgeholt habe, komme ich dir zuvor und erklär dir das ganz kurz. Erstens wohnt der Olli in Erkrath und zweitens wollte ich ja nicht alleine zum Fußball fahren und dann bin ich halt auf dem indirekten Weg nach Sinsheim gefahren. Alleine zum Fußball zu fahren ist wie Bier ohne Alkohol oder Sex ohne Mus. Das erkläre ich dir ein anderes Mal, wenn nicht so viele mitlesen lieber Tagesbuch, denn in meinem Blog gilt ja die FSK. Das ist die freiwillige Sex Kontrolle und ich hab mich verpflichtet hier keine eindeutigen zweideutigen Dinge zu schreiben, also so als ob du beim Sex das Licht ausmachst, voll bescheuert. Ich wollte ja auch nur mit Olli zum Fußball fahren und mit einem Sieg der Borussia aus Mönchengladbach anschließend wieder zurück fahren.
Von Grefrath bis Erkrath sind das je nach Route zwischen 62 und 78 Kilometer und du glaubst es kaum lieber Tagesbuch, ich entschied mich für die längste Route, weil es laut Olli die beste Route sei, voll bescheuert. Ich fuhr um neun Uhr Grefrather Ortszeit los und sowohl die Leute bei Google als auch meine Uschi im Auto hatten sich verrechnet, denn ich war vor der Zeit in Erkrath. Wie im wahren Leben so war es auch diesmal nicht so gut so früh zu sein, denn auch Olli hatte mich erst um zehn Uhr und nicht schon um zehn vor zehn erwartet. Als ich klingelte, öffnete mir, begleitet von lautem Hundegebell eine Frau die Tür.  Die Frau war mir vollkommen unbekannt und es handelte sich um keine der zahlreichen Bekannten, die ich schon kannte. Es war also quasi eine Unbekannte und es gab nun mehrere Möglichkeiten, um wen es sich bei der Frau handelte, die, nachdem sie mich mit dem Hund alleine ließ, in der Küche verschwand. Mit dem Gedanken, ob es Ollis neuste Eroberung, seine Hausangestellte, seine Ehefrau oder alles zusammen war, beschäftigte ich mich nur recht kurz, denn der Hund ist zwar der Freund des Menschen, aber ich bin nicht der Freund des Hundes, voll bescheuert. So stand ich regungslos in der Diele und wartete auf Olli, der noch auf dem Klo saß und, wie er mir nachher berichtete, gleichzeitig noch ein paar wichtige Nachrichten via Whatsapp verschickte. Der Hund ließ mich nicht aus den Augen und sobald ich mich nur etwas bewegte, fing er an zu bellen.
Nach drei Minuten erschien Olli endlich und kam singend mit seinem Iphone in der Hand die Treppe herunter. Wir begrüßten uns freudestrahlend, aber meine Freude währte nicht lang, denn Olli meinte, dass sein  Hund mich unbedingt mal begrüßen solle, was dieser auch prompt mit lautem Gebell machte. Jetzt wurde es Zeit, die Villa in Erkrath zu verlassen und sich auf den Weg nach Sinsheim zu machen. Mit Olli und um die Erfahrung reicher, dass drei Minuten doch ganz schön lange sein können, stieg ich mein Auto.
Jetzt habe ich aber leider keine Zeit mehr, um dir von unserer Fahrt nach Sinsheim zu erzählen, aber vielleicht werde ich dir demnächst mehr von unserer Tour berichten.    
  




bis neulich
Mütze

Donnerstag, 10. Januar 2013

Mütze der Ultra



Lieber Tagesbuch,
  
wenn du dich etwas mit Fußball und auch Fußballfans beschäftigst, dann taucht immer wieder der Begriff Ultras auf und ich glaube, dass die wenigstens Leute wissen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Ich habe mal versucht mich ein bisschen schlau zu machen und habe sowohl Bücher zu dem Thema gelesen, als auch Sendung im Fernsehen angeschaut und diverse Dinge im Internet gelesen. Irgendwo bei den Wikingern habe ich den nachfolgenden Satz gefunden: Bei Ultras handelt es sich um fanatische Anhänger, deren Ziel es ist, ihren Verein „immer und überall bestmöglich zu unterstützen“ Tja, lieber Tagesbuch und eigentlich bestätigt mich das nur in dem, was ich schon immer vermutet habe. Auch ich bin ein Ultra, voll bescheuert.
Ihren Ursprung hat die Ultrabewegung in Italien und schwappte in den achtziger Jahren nach Deutschland rüber. Der italienische Ultra Nino de Angelo warb mit seinem Lied Jenseits von Eden erfolgreich für die Ultrabewegung. Ultra ist ja bekanntermaßen ein lateinisches Wort und heißt übersetzt so viel wie darüber hinaus bzw. jenseits. Damit wird der Kreis auch wieder rund lieber Tagesbuch und wenn du dir mal den nachfolgenden Auszug aus dem Songtext durchliest, dann wirst du sehen, dass unter Anderem Pyrotechnik schon in den achtziger Jahren ein Thema war.
Wenn unser Team nicht mehr siegen kann
Dann sind wir Jenseits von Eden
Wenn im Block nur noch Fans sind
Die man niemals erreicht
Dann haben wir umsonst gelebt

Ich will mit euch das Feuer spür'n
Egal ob wir gewinnen oder verlieren
Irgendwann muss ich nach Hause geh'n
Dann will ich sagen, der Support war schön

Denn organisierten Zusammenschluss von einzelnen Ultras nennt man  Ultragruppe oder auch Ultrachor. Derjenige, der am besten singen kann, wird zum Vorsänger gewählt und darf auch an den Spieltagen die Lieder und Fangesänge anstimmen. Der Vorsänger wird auch Capo genannt und das kommt aus dem Italienischen und bedeutet Kopf oder Chef. Da kann ich dir auch direkt mal erklären, woher der Name Capoccino kommt. Capoccino ist ja ein italienisches Kaffeegetränk und nach italienischer Art entsteht Capoccino mit einem Espresso von ungefähr 25–30 ml in einer etwa 120–180 ml fassenden Tasse, der zügig mit halbflüssigem cremigem Milchschaum aufgegossen wird, bis die Tasse voll ist. Beim Eingießen des Milchschaums setzt sich die braune Crema des Espressos oberhalb des Schaums ab und gibt dem Capoccino sein charakteristisches Aussehen. Viele Deutsche meinen, dass Capo von Haube kommt und bereiten das köstliche Getränk mit einem Milchschaum zu, der eine zu feste Konsistenz aufweist und meinen mit der Haube aus dem Milchschaum den perfekten Capoccino zubereitet zu haben. Die wenigsten Leute wissen, dass der Name Capoccino nicht von Kopf bzw. Haube sondern von Capo in der Bedeutung von Chef abgeleitet wurde. Denn früher war dieses köstliche Kaffeegetränk nur in den Chefetagen anzufinden. Der einfache Arbeiter musste mit dem preiswerteren Cafe banale vorlieb nehmen.
Da ich nicht nur ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker bin, sondern auch meinen Lieblingsverein überall unterstütze, könnte man jetzt annehmen, dass ich für den Job des Capos bestens geeignet wäre. Da ich aber nie in einem Chor war und auch nicht vor habe einem solchen beizutreten, werde ich diesen Job nicht ausüben, aber das ist ja auch ganz normal. Du kannst ja nicht alles, was du meinst einigermaßen gut zu können, zu deinem Beruf machen. So kann ich zum Beispiel ganz gut einkaufen und weiß, in welchem Supermarkt es die besten Angebote gibt und dennoch bin ich Controller und kein Einkäufer, voll bescheuert.
Ach ja ich bin ja eigentlich erst durch meinen Freund, den Könich, zum Ultra geworden. Der Könich könnte auch der Erfinder des bedingungslosen Supports gewesen sein, voll bescheuert. Er hat immer gesagt: „  Das hier ist doch wie beim Sex. Du musst immer Vollgas geben und wenn es gut läuft, haben alle ihren Spaß gehabt. Sollte deine Mannschaft dann trotzdem nicht gewinnen, sprich zum Höhepunkt kommen, dann hat es nicht an dir gelegen, gell und dann hat die Mannschaft zwar nicht gewonnen, aber wir haben doch unseren  Spaß gehabt.“
Und hier ist noch eine von vielen parallelen Linien lieber Tagesbuch. Der Könich kauft mindestens genauso gerne ein wie ich, aber er hat das im Gegensatz zu mir zu seinem Beruf gemacht. Das wäre jetzt ja nicht weiter schlimm, wenn er noch hier in der Nähe wohnen würde, aber er ist ja Einkäufer in der Pharmaindustrie und da gehst du entweder zu Bayer oder nach Bayern, voll bescheuert. Zu Bayer ist er nicht gegangen, weil die Sponsor von einem Fußballverein sind, den er nicht mag. Also hat er die zweite Möglichkeit gewählt und ist nach Bayern umgezogen. Einerseits ist das ja gut, weil er dort richtig Spaß beim Einkaufen hat, aber anderseits fehlt er bei fast allen Fußballspielen von Borussia Mönchengladbach im Stadion.  Du weißt ja lieber Tagesbuch, ich trink auch gerne ein alkoholfreies Weizen und habe meinen Spaß, aber schöner ist es doch wenn du ein richtiges Weizenbier trinkst. Bei einem unserer legendären Auswärtsspiele hat der Könich sogar mal den Job des Capos übernommen. Das war im Hamburger Stadion, aber ich glaube, dass ich dir da früher schon mal drüber berichtet habe, aber noch nicht hier in dem Blog. Vielleicht werde ich demnächst ein paar alte Tagesbuchfolgen hier aufschreiben, also so wie Wiederholungen im Fernsehen halt. Vielleicht nenne ich es das historische Tagesbuch oder Tagesbuch reloaded oder ich lass es bleiben.




bis neulich
Mütze

Mittwoch, 9. Januar 2013

Mütze im Tattoostudio



Lieber Tagesbuch,
  
habe ich dir eigentlich mal erzählt, dass ich früher ganz viele Tattoos hatte? Die gab es mal bei REWE und bei Edeka, also die waren bei dem Kaugummi, den ich mir dort gekauft habe, dabei und es waren so Bilder mit verschiedenen Motiven, wie zum Beispiel eine Piratenflagge, ein Totenkopf oder ein Anker. Wenn du dann so ein Tattoobild hattest und dir die Stelle auf deinem Körper ausgesucht hattest, wo das Bild sein sollte, dann musstest du die Stelle auf deiner Haut anfeuchten und das Bild ca. 90 Sekunden auf die feuchte Stelle drücken und anschließend war das Tattoo auf deiner Haut. Da du mich ja auch mittlerweile etwas kennst, lieber Tagesbuch, weißt du ja, dass ich am Anfang immer vorsichtig bin und einer meiner Leitsprüche lautet ja: „ Behandle die Mutter vorsichtig wie Porzellan, wenn du mit ihr in der Kiste bist.“
Ich war der Meinung, dass so ein Tattoo nie mehr weggeht und erst als alle meine Freunde so ein Tattoo hatten und mir klar wurde, dass man die Bilder ohne Probleme wieder abwaschen konnte, traute ich mich an die Sache ran. Ich erinnere mich noch ganz genau, denn es war mein erster Schultag und meine Eltern warteten schon ungeduldig auf mich. Es war ein heißer Sommertag und ich hatte eine kurze Hose an und meine Eltern waren entsetzt, als sie sahen, dass sowohl meine Arme als auch meine beiden Beine voller Anker und Totenköpfe waren. Ich musste nochmal unter die Dusche und mit Geschimpfe meiner Eltern und Geschrei von mir wurden meine mühevoll Arbeit zunichte gemacht und alle Tattoos waren innerhalb kürzester Zeit verschwunden, voll bescheuert. Mir war die Lust auf die Schule schon vergangen bevor ich überhaupt da gewesen war. Es gab aber eine Tüte, also nicht eine, die man rauchen konnte, sondern eine große so genannte Schultüte, die bis oben mit Süßigkeiten gefüllt war. Unter anderem war da auch Milka Schokolade drin und auf der Verpackung war früher immer eine lila Kuh abgebildet und wenn man sture, schlecht gelaunte Kinder zu etwas überreden wollte, dann gab man ihnen halt ab und an ein Tafel Milka Schokolade und machte quasi einen Kuhhandel, voll bescheuert. Im Gegensatz zu meinen Geschwistern war Ich kein Freund von diesen Kuhhandeln und schnell merkten meine Eltern das auch, aber so lang der Deal mit zwei Kindern erfolgreich verlief, war die Welt bei uns zu Hause in Ordnung.
Obwohl mir die Lust an der Schule vergangen war, fanden meine Eltern immer wieder einen Grund, warum es doch wichtig sei zur Schule zu gehen und ich glaube, dass die Schule auch deswegen Grundschule hieß, voll bescheuert. Dann gibt es auch noch so ein voll bescheuertes altes Sprichwort, welches mein Vater gerne mal anbrachte und das lautet: „Wer nicht lernen will, muss fühlen.“ Also ich fand die Schule schon ganz OK, aber die Lust mich zu tätowieren ist mir mit dem ersten Schultag vergangen. Soll jeder machen wie er will, aber mein Ding ist das nicht, auch wenn zum Beispiel im Profifußball mittlerweile fast jeder Spieler tätowiert ist und ich glaube, dass das keine abwaschbaren Tattoos sind, voll bescheuert.
Bei den so genannten Piercings verhält es sich bei mir genauso wie bei den Tattoos, also da kannst du Gleichung aufstellen, lieber Tagesbuch, aber das ist schon Mathematik für Fortgeschrittene. Piercings sind Stecker oder Ringe, die man in der Nase, in der Zunge im Ohr oder sonst wo trägt und der Begriff Piercing kommt von dem irischen Schauspieler Pierce Brosnan, der Ringe an intimen Stellen hatte, wo du es dir gar nicht vorstellen kannst lieber Tagesbuch. Daher kommt auch der Begriff Intim Piercings. Und Pierce Brosnan, der die intimen Piercings salonfähig machte, inspirierte mich zu  einem intimen Piercing. Ich hab dir ja schon mal erzählt, dass ich an meinen Ohrläppchen besonders empfindlich bin und nach Definition von Oswalt Kolle gehören die Ohrläppchen im erweiterten Sinne zum Intimbereich. Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte ging ich tapfer und mutig zu unserem Uhrmacher in Lobberich, der nach Geschäftsschluss intime Piercings machte und ich war sehr nervös und aufgeregt und rechnete mit dem Schlimmsten und hatte mich schon auf große Schmerzen eingestellt, aber eh ich mich versah, war der gute Mann schon fertig und ich hatte einen Ohrstecker in meinem Ohrläppchen. Am Ende des Tages war ich nicht nur um einen Ohrstecker sondern auch um eine Erfahrung bzw. Weisheit reicher und die lautet wie folgt: „ Beim ersten Mal tut es nicht immer weh.“




bis neulich
Mütze